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Untergewicht

Zu dünn durch Joggen – Was tun?

Sport hilft beim Abnehmen und ist ein wichtiger Begleiter bei Diäten. Doch wer bereits untergewichtig und für seine Größe viel zu dünn ist, nimmt beim Joggen und anderen sportlichen Aktivitäten unerwünscht zusätzlich ab und bringt seine Gesundheit in Gefahr.

Als Sportler steht man vor der Frage, wie man ohne den Verzicht auf die körperliche Ertüchtigung zunimmt und sein Normalgewicht erreicht und hält. Eigentlich ist es ganz einfach, wenn einige Grundregeln beachtet und die sportliche Betätigung nicht übertrieben wird.

Trotz Untergewicht Joggen – Kalorienzufuhr erhöhen!

Die Meinungen sind geteilt, zumal beim Joggen eine erhebliche Menge an Kalorien verbrannt wird. Wer bereits zu dünn ist und dadurch unter Untergewicht leidet, sollte die wöchentliche Dauer seiner sportlichen Aktivitäten prüfen und unbedingt einen Ausgleich durch eine Neuorientierung auf die Ernährung schaffen. Je mehr Kalorien der Körper verbraucht, umso mehr Energie sollte ihm zugeführt werden. Eine zusätzliche Zufuhr von 500 Kalorien zur empfohlenen Tagesdosis ist durchaus ratsam, da man beim Joggen sehr viel Energie verbraucht und nur zunehmen kann, wenn man die Ernährung entsprechend anpasst.

Als Ausgleich zum sitzenden Beruf oder einer Beschäftigung in immer gleicher Position sollte man dem Sport definitiv nicht entsagen. Das tägliche oder mehrmals wöchentliche Joggen ist an sich gesund und nicht der Grund für ungesundes oder gefährliches Untergewicht. Um allerdings den Fettabbau zu minimieren, kann man beispielsweise das Tempo beim Joggen verringern. Alternativ kann bei schnellen Läufen eine kürzere Strecke gewählt werden, beispielsweise die beliebte Firmenlauf-Distanz von 5 Kilometern.

Körpergewicht im Überblick behalten

Wer bereits zu dünn ist, sollte der Gewichtskontrolle in regelmäßigen Intervallen erhöhte Beachtung schenken. Allerdings ist es nicht notwendig, sich täglich auf die Waage zu stellen und der Mathematik dadurch zu viel Bedeutung im Leben zu geben. Hilfreicher ist es, sich einmal pro Woche zu wiegen. Die Ernährung darf durchaus fettreich sein und sollte in keinem Fall nur aus Gemüse oder Speisen mit geringem Fett- und Proteinanteil bestehen. Wer zu dünn ist, darf sich gelegentlich Fastfood gönnen und muss nicht nur gesunde Vollkornprodukte oder Olivenöl und mageres Fleisch zu sich nehmen. Das soll allerdings nicht heißen, dass eine Ernährung mit vielen Kalorien zwangsläufig ungesund sein muss – im Gegenteil. Gesunde, leckere und hochkalorische Gerichte oder Drinks lassen sich nämlich wunderbar selbst herstellen.

Besonders schwierig ist die Gewichtserhöhung für Vegetarier, die durch ihre rein pflanzliche Ernährung auf wichtige Energiespender und Fette verzichten. Wer am Wochenende für die gesamte Woche vorkocht, kann sich vor der schnellen Ernährung unter der Woche schützen und sicher sein, dass er trotz Jogging und Hektik im Beruf nicht weiter abnimmt und zu krankhaftem Untergewicht neigt. Bei der Vorportionierung der vorbereiteten Speisen sollte man sich gezielt am eigenen Hunger orientieren und zusätzlich kleine Portionen einfrieren, falls ein Nachschlag gewünscht und der Hunger größer ist als gedacht.

Die richtige Ernährung gleicht Untergewicht durch Sport aus


Sicherlich kann man von jetzt auf nachher mit dem Joggen aufhören und sich vor Augen führen, dass der Sport viel zu dünn macht und man gar kein Fett ansetzen bzw. Muskeln aufbauen kann. Allerdings ist das regelmäßige Laufen gut für den Kreislauf und die Durchblutung, sodass die vollständige Entsagung wenig Mehrwert bringt und letztendlich auch nicht zu einer Gewichtszunahme führen muss.

Wer sich hingegen auf die Ernährung orientiert und fett- und eiweißreicher isst, kann die Defizite problemlos ausgleichen und wird viel mehr Freude an der Bewegung empfinden. Denn ehrlich gesagt ist der ausgiebige Genuss von leckerem Essen etwas, das sich viele Menschen wünschen und was nur die Sportler können, die zu wenig wiegen und deshalb nicht hungern und verzichten müssen. Man sollte das Untergewicht zwar ernst nehmen, muss es aber nicht unbedingt negativ betrachten. Denn es ist ein Ansporn, sich weiter auf den Sport zu konzentrieren und eine Ernährung zu wählen, die schmeckt und für den eigenen Körper und die Waage funktioniert.

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